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Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?

Bei der Frage, ob sich eine Photovoltaikanlage für einen selbst rechnet, spielt natürlich auch die Laufzeit eine große Rolle. Damit sich die Anlage langfristig rechnet, muss sie selbstverständlich auch dementsprechend lange fehlerfrei laufen und in dieser Zeit möglichst wenig Wartungskosten verursachen. Die gesamte Lebensdauer ist dabei abhängig von der Nutzungsdauer der einzelnen Komponenten, wie den Modulen, dem Solar-Wechselrichter, den Kabeln oder auch dem Montagegestell. Dabei spielt auch die fachgerechte Planung und Installation und Wartung innerhalb der Laufleistung eine Rolle.

Laufzeiten von über
30 Jahren

Allgemein lässt sich von einer Nutzungsdauer von mehr als 30 Jahren ausgehen. Amorphe Solarzellen halten im Vergleich zu kristallinen Solarzellen eher nur 20 bis 25 Jahre durch. Die recht neuartigen organischen Photovoltaikzellen punkten mit einem höheren Wirkungsgrad, weisen jedoch die geringste Lebensdauer aller Zellen auf. Bei der Berechnung der Lebensdauer sollte man auch die Leistungsdegradation, also die abnehmende Leistung bei fortlaufendem Betrieb, mit einbeziehen. Nach einer Laufzeit von über 20 Jahren kann man in vielen Fällen nur noch von einer Effizienz von etwa 90 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert ausgehen.

Einzelne Komponenten
getrennt betrachten und austauschen

Der Solar-Wechselrichter weist jedoch nur eine erwartbare Lebensdauer von etwa zehn Jahren auf, oft muss er also innerhalb der Lebensspanne einer Anlage ausgetauscht werden. Erhöhte interne Temperaturen und elektrische Belastungsspitzen verkürzen die Nutzungsdauer. Auch externe Faktoren, wie zum Beispiel Blitzeinschläge können einen Wechsel erforderlich machen. Achten Sie hier auf die Herstellergarantie, die oft auch gegen einen Aufpreis erweiterbar ist.

Die Lebensdauer der Stromspeicher wird nicht in einem Zeitraum gemessen, sondern in Ladezyklen. Die Dauer ist zusätzlich auch davon abhängig, ob ein Lithium-Ionen-Akku oder eine Blei-Säure-Batterie verwendet wird. Bei diesen Batterien wird bei jedem Be- und Entladen die Entladetiefe etwas verringert, was die Nutzungsdauer beschränkt. Blei-Säure-Batterien schaffen bei etwa 200 Ladezyklen jährlich ungefähr zehn Jahre, bevor ein Austausch angebracht ist. Da Lithium-Ionen-Akkus bis zu 6000 Ladezyklen leisten können, kann man hier von einer Lebensdauer bis zu 20 Jahren ausgehen.


Solaranlage - Bildquelle: Fotolia.de - Urheber: Smileus

Solaranlage // Bildquelle: Fotolia.de – Urheber: Smileus

Hochwertige Materialien garantieren lange
Laufzeiten

Am längsten haltbar sind sicherlich die Montagegestelle aus Edelstahl oder Aluminium, die auch weit über 30 Jahre halten und daher die längsten Garantiezeiten aufweisen. Durch die ständigen Sonneneinstrahlung sollte jedoch darauf geachtet werden, UV-beständige Kabel zu verwenden. Hier liegt auch das Problem vieler Anlagen, da die Photovoltaikanlage der Witterung ausgesetzt ist und somit Korrosion vermieden werden muss. Diese wird durch die Kombination unterschiedlicher Metallwerkstoffe auch noch begünstigt. So wird oft nach einem bestimmten Zeitraum eine Ausbesserung notwendig. Je besser die Anlage geplant ist und je hochwertiger die verwendeten Materialien und Komponenten sind, desto geringer wird der Wartungsaufwand ausfallen und umso länger die Lebensdauer.
Die Photovoltaikanlage sollte zudem mindestens alle zwei Jahre vom Fachmann überprüft werden. So werden Schwachstellen frühzeitig erkannt und eine eventuelle Minderleistung erkannt.

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