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Allgemeines über Klimatechnik

Moderne Klimatechnik steht heute für mehr als nur Klimaanlagen. Natürlich können Wohnräume komfortabel und gemütlich klimatisiert werden, damit, unabhängig von Lage und Außentemperaturen, ganzjährig angenehme Temperaturen herrschen. Gerade für gut isolierte Bauten, wie Passivhäuser, ist jedoch auch eine Lüftungsanlage sinnvoll.

Kontrollierte Wohnraumlüftungen für isolierte Häuser

Die dichte Gebäudehülle ist dafür verantwortlich, dass kein ausreichender Luftaustausch stattfinden kann. Eine solche kontrollierte Wohnraumlüftung macht regelmäßiges Lüften unnötig und verhindert so, dass ständig Wärme verloren geht. Durch die Lüftungsanlage wird zudem auch Feuchtigkeit heraus transportiert und die Bildung von Schimmel verhindert. Gerade für Allergiker ist eine Lüftungsanlage von Vorteil, da solche KWL-Systeme Filter enthalten, die Pollen herausfiltern und den Staub in der Wohnung verringern.

Klimaanlage

Eine zentrale Wohnraumlüftung hat jeweils zwei Eingänge und zwei Ausgänge. Außenluft und die Abluft aus den einzelnen Räumen wird eingesaugt. Die beiden Ausgänge geben einmal Luft an die Umgebung ab und natürlich die Luft, die in die einzelnen Räume geleitet wird. Dezentrale Anlagen sind ideal für einzelne Räume, wie Küche oder Bad, und können einfach nachgerüstet werden.

Klimaanlagen sorgen für
angenehme Temperaturen

Klassische Klimaanlagen haben noch mehr Möglichkeiten, sie können:

  • wahlweise heizen oder kühlen,
  • das Raumklima befeuchten oder trocknen oder
  • die Luft austauschen und filtern.

Je nach Größe der Klimaanlage bietet sie eventuell nur einige dieser Funktionen, mindestens sollte sie jedoch eine Kühlfunktion besitzen, um als Klimaanlage gelten zu können. Ausgeklügelte Klimaanlagen können den Zustand eines Raumes fast vollständig unabhängig von der Umgebung gestalten, also konditionieren (deshalb spricht man im englischen auch von „air conditioning“).

Besonders im Sommer sind für Arbeitsräume Klimaanlagen sinnvoll, denn bei etwa 28° C sinkt die Arbeitsleistung auf 70 Prozent, bei 33 Grad sogar auf 50 Prozent.

Zentrale oder dezentrale
Anlagen

Für zentrale Anlagen, die die Luft auf mehrere Räume verteilen, wird in Luft-/Wasser-Anlagen und in Nur-Luft-Anlagen unterschieden. Bei ersteren wird ein Teil der Temperatur-Regulierung über wassergebundene Systeme realisiert und die zugeführte Außenluft im Zentralgerät erfolgt. Nur-Luft-Anlagen arbeiten hingegen nur über die Regulierung der zugeführten Luft.

Dezentrale Klimaanlagen werden direkt im zu klimatisierenden Raum aufgestellt und führen dort Luftbehandlung, Förderung und Temperierung aus. Daher wird meist größtenteils die vorhandene Luft umgewälzt oder ein Teil über eine Öffnung von außen angesaugt. Diese Bauart hat den Vorteil, dass dezentrale Klimaanlagen auch im Nachhinein relativ unkompliziert eingebaut werden können und einzelne Räume unabhängig geregelt werden können.

In Deutschland gibt es etwa 2,3 Millionen nicht-steckerfertige Kälte- bzw. Klimaanlagen. Etwa ein Drittel davon sind Raumklimasysteme. Bei 18 Prozent handelt es sich um Zentraleinheiten.

Bildmaterial: © 3dmentat – Fotolia.com

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